Warum funktioniert deine Werbung nicht, wie sie soll? Die Top 7 Gründe inkl. Lösungen

Typische Fehler bei E-Commerce Werbung und Lösungen
Written by
Tim Fricker
Published on
April 7, 2025

Es ist auch manchmal zum Mäusemelken mit den Ads: Man hat scheinbar alles richtig gemacht. Man hat Mühe, Zeit, Energie und vor allem Geld in die Werbekampagne investiert und trotzdem bleiben z. B. Käufe aus. Auch im Bereich von E-Commerce kann das sehr frustrierend sein, wenn E-Commerce-Anzeigen trotz guter Planung nicht die gewünschten Ergebnisse liefern.

Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist: Selbst Kampagnen mit hohem Budget können scheitern. Eine Ad ist besonders dann zum Scheitern verdammt, wenn man auf eine falsche Strategie setzt. Und wenn es nicht das ist, dann können Änderungen am Algorithmus die Ursache für die schlechte Performance sein. Besonders bei diesem Punkt weiß man nie, wie die KI tickt. Dies kann dazu führen, dass Facebook-Anzeigen nicht mehr funktionieren oder dass Facebook-Anzeigen aufgehört haben, ein Budget auszugeben.

Darum haben wir die 7 häufigsten Probleme herausgesucht – und wie man diese unterdurchschnittlichen Anzeigen behebt.

Grund #1: falsche Zielgruppe

Es macht keinen Sinn, Ads fernab der Zielgruppe anzeigen zu lassen. Zum einen interessiert den User die Ad nicht und zum anderen wird unnötig Geld ausgegeben. Im schlimmsten Fall fühlt sich der User genervt und behält die Marke negativ in Erinnerung. Werbeplattformen wie Meta, Google und LinkedIn bieten zwar leistungsstarke Tools, aber sie sind nur so effektiv wie die Strategie, die ihnen zugrunde liegt. Stelle sicher, dass gut definierte Käufer-Personas vorhanden sind, damit die Werbekampagne auf die Vorlieben und Bedürfnisse abgestimmt wird.

Unsere Tipps zur Zielgruppenansprache:

  • Überprüfe dein CRM, um gemeinsame Merkmale der wertvollsten Kunden zu identifizieren.
  • Verwende Lookalike Audiences, um potenzielle Kunden mit ähnlichen Merkmalen zu erreichen.
  • Führe Kampagnen für Personen durch, die bereits mit den Inhalten interagiert haben.
  • Segmentiere die Kunden nach Interessensgrad bzw. nach ihrer Position im Funnel.

Beginne mit einem breiteren Targeting und grenze schrittweise auf der Grundlage von Daten und Kennzahlen ein, indem Kundensegmente ausgeschlossen werden, die nicht richtig reagieren. Gerade im Online-Shop Bereich ist eine präzise Segmentierung enorm wichtig.

Grund #2: Schwache Werbebotschaften

Der durchschnittliche User wird täglich mit Tausenden von Werbebotschaften konfrontiert. Einige werden wahrgenommen, andere werden ignoriert und als störend empfunden. Das Problem mit kreativen Ads und noch kreativeren Werbebotschaften manifestiert sich auf unterschiedliche Weise:

  • Entweder die Anzeigen gehen unter
  • die visuelle Qualität ist schlecht
  • oder: die Versprechen sind unklar

Erfolgreiche Werbung beinhaltet immer die folgenden Aspekte:

  • Relevanz durch Erfüllung eines Bedürfnisses oder Lösung eines spezifischen Problems
  • Storytelling, die starke Emotionen hervorruft, bleibt eher im Gedächtnis und motiviert eher zum Handeln.

So können leistungsschwache Anzeigen korrigiert werden:

  • Erstelle überzeugende Anzeigentexte: eine aussagekräftige Überschrift, Vorteile statt nur Merkmale, Social Proof und vielleicht ein Gefühl der Dringlichkeit oder Verknappung.
  • Konzentriere dich auf visuelle Elemente: hochwertige Bilder und Farben, die mit der Oberfläche der Plattform im Kontrast stehen. Auch kurze einfache Videos können sich lohnen.
  • Füge eine klare CTA ein wie: „Lernen“, „Probieren“ oder „Kaufen“. Richte die Aufforderung zum Handeln auf die Phase des Sale-Funnels aus und teste verschiedene Versionen, um die effektivsten Handlungsaufforderungen zu ermitteln.

Gerade bei E-Commerce-Kampagnen sollte man kreativ bleiben, um sich von der Masse abzuheben. Wer hier mit einer E-Commerce-Agentur zusammenarbeitet, kann oft von professionellen Werbetexten und Designs profitieren.

Grund #3: Schlechte Landingpage Experience

Die Erfahrung zwischen dem angepriesenen Werbeversprechen und der Weiterleitung auf die Webseite ist oftmals ernüchternd. Eine schlechte Webseite ist einer der häufigsten Gründe, warum Anzeigen nicht konvertieren. Übermäßig lange Ladezeiten, nicht mobilfreundliche Ansichten und eine verwirrende Navigation gehören mit zu den Hauptgründen, warum Nutzer die Seite verlassen. Besonders kritisch wird es, wenn die Seite nicht mit der Anzeige übereinstimmt – sowohl in Bezug auf den Inhalt als auch auf das Design.

Tipps zur Optimierung Ihrer Landingpage

  • Führe eine technische Optimierung durch: Verbessere die Ladegeschwindigkeit, indem Bilder komprimiert, JavaScript minimiert und Browser-Caching verwendet wird.
  • Stelle sicher, dass die Seite auf allen Geräten vollständig responsive ist.
  • Verhindere hohe Absprungraten: Zeige die Hauptüberschrift ebenfalls auf der Webseite an und verwende die gleichen Bilder bzw. visuellen Stile. Stelle sicher, dass die Versprechen, die gemacht wurden auch eingehalten werden.

Wenn hier keine Anpassung erfolgt, kann es sein, dass Facebook-Anzeigen aufhören zu konvertieren, obwohl die Klickzahlen weiterhin stimmen.

Grund #4: Geringes Anzeigenbudget oder schlechte Gebotsstrategie

Ein unzureichendes Werbebudget führt zu einer eingeschränkten Reichweite. Das Problem ist, dass der Algorithmus eine Mindestmenge an Daten benötigt, um eine Optimierung von Kampagnen vorschlagen zu können. Ebenfalls ist es mit einem minimalen Budget kaum möglich, alle Anzeigenvariablen zu testen.

Jedes Werbesystem, das auf eine Auktionsstrategie für Ads setzt (wie z. B. Meta), ist auf verschiedene Ziele getrimmt, wie Impressionen, Klicks oder Conversions. Wer ein knappes Budget hat, muss umso mehr auf eine gut durchdachte Strategie setzen. Ansonsten muss man für jede Fehlentscheidung zahlen.

Die Lösung:

  • Budgetoptimierung: Berechne den Customer Lifetime Value (LTV) sowie das Mindestbudget, das erforderlich ist, um aussagekräftige Daten zu erhalten. Erhöhe die Ausgaben schrittweise auf der Grundlage positiver Ergebnisse (jeweils +20-30 %).
  • Wähle die optimale Gebotsstrategie:
    • Für Awareness-Kampagnen: Impressionen oder Reichweite
    • Für Consideration-Kampagnen: Klicks oder Video Views
    • Für Conversion-Kampagnen: Conversions oder ROAS

Lerne mit der künstlichen Intelligenz von Meta zu arbeiten: Wenn sie richtig konfiguriert ist, sind automatisierte Gebotsstrategien gegenüber manuellen Methoden deutlich überlegen. Sonst kann es passieren, dass Facebook-Anzeigen plötzlich aufhören zu konvertieren, ohne dass man sofort den Grund erkennt.

Grund #5: Anzeigenmüdigkeit und Häufigkeitsprobleme

Anzeigenmüdigkeit tritt auf, wenn Nutzer die Anzeigen zu oft sehen und nicht mehr mit ihnen interagieren. Überwache also die sog. „Häufigkeitsmetriken“, sprich: Metriken, die bestimmen, wie oft die User die Anzeigen im Durchschnitt sehen. Ein stetiger Rückgang der CTR mit einer Zunahme der Häufigkeit sind wichtige Hinweise, dass die Ad zeitnah ersetzt werden muss. Auch kritische Signale wie „Diese Anzeige nicht mehr anzeigen“ deuten auf Anzeigenmüdigkeit hin.

Die optimale Häufigkeit hängt von der Art der Kampagne ab. Jedoch sind ein paar Richtwerte:

  • Brand Awareness: 3 bis 4 Impressionen
  • Attention: 5 bis 7 Impressionen
  • Retargeting: maximal 7 bis 10 Impressionen.

Lösungen zur wirksamen Bekämpfung von Anzeigenmüdigkeit:

  • Regelmäßig die Werbemittel wechseln: Erstelle mehrere Versionen von Anzeigen mit einer ähnlichen Botschaft, aber unterschiedlichen Ausführungen.
  • Erweitern und segmentieren von Zielgruppen: Unterteile die Nutzer in spezifische Gruppen, um Botschaften anzupassen und ähnliche Zielgruppen zu testen.
  • Setze verschiedene Formate ein wie: statische Bilder, Karussells, Videos, Stories usw. Nutze alternative Werbekanäle und probiere auch gesponserte Inhalte und native Werbung aus.

Gerade bei E-Commerce-Kampagnen kann Anzeigenmüdigkeit schnell auftreten, wenn man sich zu sehr auf eine einzige Zielgruppe fokussiert.

Grund #6: Ignorieren von Analyse und Optimierung

Werbekampagnen müssen regelmäßig analysiert werden. Ansonsten wird in Angebote investiert, die keine Ergebnisse bringen. Im schlimmsten Fall werden Chancen verpasst oder im allerschlimmsten Fall, verpasst man die Möglichkeit, sich an den Markt anzupassen. Um Kampagnen effektiv zu optimieren, muss man die Bedeutung der wichtigsten Kennzahlen kennen: Klickrate, ROAS, Konversionsrate und Engagement-Metriken.

Lösungen für die Implementierung eines effektiven Analyse- und Optimierungsprozesses:

  • Erstelle ein Überwachungssystem, das die wichtigsten Metriken von verschiedenen Plattformen zusammenfasst.
  • Definiere spezifische KPIs für jede Kampagne.
  • Lege einen regelmäßigen Zeitplan für die Überprüfung der Daten fest. Vorzugsweise täglich für Kampagnen mit hohem Budget, wöchentlich für andere.
  • Implementiere strukturierte A/B-Tests: Teste eine Variable nach der anderen und stelle sicher, dass die Stichprobe statistisch signifikant ist.
  • Optimiere Kampagnen auf der Grundlage der Daten: Weise Budgets neu zu, verfeinere das Targeting und verbessere die Landingpages auf der Grundlage des Nutzerverhaltens.

Gerade wenn Facebook-Anzeigen nicht mehr funktionieren, ist es wichtig, die Datenlage gründlich zu analysieren, bevor man voreilige Schlüsse zieht.

Grund #7: Schlechtes Angebot oder irrelevantes Produkt

Selbst die beste Werbung der Welt schafft es nicht, ein durchschnittliches Produkt, das nicht dem Marktbedarf entspricht, auszugleichen. Probleme mit dem Angebot zeigen sich auf unterschiedliche Weise:

  • Mangelnde Differenzierung von Produkten anderer Wettbewerber
  • Schwaches Nutzenversprechen
  • Schlechtes Timing z. B. falsche Jahreszeit oder ungünstige Konjunkturphase

Eine hohe CTR, aber eine niedrige Konversionsrate deutet oft darauf hin, dass die Anzeige tatsächlich Interesse weckt, das Angebot aber nicht zum Handeln anregt. Prüfe also die Marktnachfrage, analysiere Diskussionen in den sozialen Medien oder führe Umfragen durch. Auch ist eine Auflistung von direkten und indirekten Konkurrenten hilfreich, vor allem deren Positionierung und Kernbotschaften.

Lösung:
Formuliere das Wertversprechen neu. Identifiziere und formuliere einzigartige Vorteile, die sich nicht vergleichen lassen. Vereinfache die Botschaft und unterstütze das Angebot mit Garantien. Auch macht es Sinn, verschiedene Angebotsvarianten zu testen, z. B. mit zeitlich begrenzten Rabatten, Geschenken oder kostenlosen Testversionen. Und schließe ebenfalls nicht aus, dass einfach das Produkt verbessert werden muss.

Wenn du beispielsweise einen Online-Shop betreibst, kann es sein, dass dein Sortiment nicht mehr zeitgemäß ist oder kein klares Alleinstellungsmerkmal besitzt. In diesem Fall kann selbst eine E-Commerce-Agentur wenig ausrichten, wenn das Angebot an sich nicht überzeugt.

Wie man leistungsschwache Anzeigen korrigiert: Schritt-für-Schritt-Leitfaden

Wenn man mit Werbekampagnen konfrontiert ist, die nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, kann ein systematischer Ansatz helfen, die spezifischen Probleme zu identifizieren und zu lösen, die sie betreffen.

  1. Diagnostiziere das Hauptproblem anhand von Werbemetriken. Analysiere den Sale-Funnel, ermittle Absprungpunkte und führe eine Segmentierungsanalyse durch.
  2. Optimiere Targeting-, Creative- und Gebotsstrategien. Überprüfe und verfeinere die Zielgruppe, behebe häufige Fehler bei Anzeigen und passe die Gebotsmodelle entsprechend den Kampagnenzielen an. Anzeigenleistung verbessern mit automatisierten Regeln in Echtzeit.
  3. Arbeite kontinuierlich mit A/B-Tests und implementiere einen Kreislauf der ständigen Verbesserung.

Gerade bei E-Commerce-Anzeigen ist dieser Prozess entscheidend, damit nicht plötzlich Facebook-Anzeigen aufhören zu konvertieren.

Der Schlüssel, damit Werbung für dich arbeitet

Wir haben sieben Hauptgründe erörtert, die die Effektivität deiner Werbekampagnen einschränken können. Wichtig ist zu erkennen, welche Faktoren die Wirksamkeit der Kampagnen reduzieren. Erfolgreiche Werbung ist ein methodischer Prozess, der auf kontinuierlichen Tests, datengesteuerten Entscheidungen, einem ganzheitlichen Ansatz und strategischer Geduld beruht. Kleine, konsequente Verbesserungen im Laufe der Zeit führen zu nachhaltigeren Ergebnissen als radikale, fragmentarische Veränderungen.

Wenn du bemerkst, dass Facebook-Anzeigen plötzlich aufhören zu konvertieren, solltest du sofort die einzelnen Aspekte durchgehen: Ist dein Produkt oder Angebot noch relevant? Entspricht deine Landingpage dem Werbeversprechen? Oder hast du im Bereich E-Commerce bestimmte Trends verpasst? Falls dein Budget nicht richtig zugewiesen ist, kann es ebenfalls vorkommen, dass Facebook-Anzeigen aufhören, Budget auszugeben.

Mehr Umsatz bei gleichem Ad Spend
Mit datenbasierten, maßgeschneiderten Creatives und Marketingstrategien senken wir deinen CPA und steigern gleichzeitig deinen Umsatz.
Weekly newsletter
No spam. Just the latest releases and tips, interesting articles, and exclusive interviews in your inbox every week.
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
NÄCHSTER SCHRITT

Lass uns deine Brand aufs nächste Level bringen

Beratungsgespräch anfragen

Dein Partner für Wachstum

2019 habe ich meine E–Commerce–Agentur gegründet, um Unternehmen ab 7–stelligen Umsätzen beim Wachstum zu unterstützen. In wenigen Jahren haben wir uns mit einem erfahrenen Team zu einer führenden Performance–Agentur entwickelt und helfen unseren Kunden durch datengetriebenes Marketing, ihre Umsätze zu skalieren und nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Mehr über mich
Tim Fricker
Gründer